Liebe Birgit und Team,
da dieses Thema keine positiven Vibes versprüht, habe ich es vermutlich aufgeschoben, Rat einzuholen. Wohlwissend, dass du zu Personen die Trinken und mehr davon konsumieren Abstand hältst, wusste ich nicht ob oder ob nicht ich das nun mal anfragen soll…
Kurz, es geht um meinen ältesten Bruder. Zu seinem 40. Geburtstag haben wir ihm ein Geschwisterwochenende zu fünft (also nur wir) geschenkt. Jetzt hat er nach mehreren Wochen der fristlosen Kündigung gebeichtet und es uns unter Tränen anvertraut (davor hatte er mehr Angst, als es unserer Mutter zu sagen, was mich gewundert hat). Meiner Meinung nach ist der Groschen leider noch immer nicht gefallen und frage mich was noch kommen muss fürs Aufwachen. Hilfe unsererseits ist von Anfang an angeboten worden, wird aber nicht eingefordert. Abstand zu dem Thema und zu meinem ältesten Bruder tut gut, denn ich habe das Gefühl, dass es dazu noch zu früh, frisch und zu nah ist. Hilfe für Angehörige habe ich auch schon ersucht, meine Mutter auch. Das hat auch geholfen. Denn er bracuht einfach seine Zeit damit umzugehen. Das ist mittlerweile klar. Es kommen auch keine “Abers” und “lass das” oder “warum trinkst du schon wieder Alkohol”.
Ich versuche bei mir zu bleiben, denn aus eigener Erfahung weiß ich, es bringt nichts, wenn andere meinen zu wissen was gut für einen ist- ich selbst bin ein Dickkopf und kenne daher dieses resignierende, auf Durchzug schaltende Verhalten zu gut. Bei mir hat es zur Selbständigkeit im Beruf geführt, was mich erfüllt.
Meine Frage: Kann ich ihm helfen, indem ich (noch) mehr bei mir bleibe? Ich wünsche ihm natürlich nur das aller Beste. Oder was kannst du/ ihr empfehlen?
Danke und alles Liebe
Jonathan