Liebes geschätztes Team, hallo 🌻
Ich möchte so gerne verstehen, was das war/ was ich da getan habe in jener Situation, sie geistert noch in meinem Kopf umher.
Drei Monate ist es her. Er hat mich abgewiesen. Ich wollte dass er mit mir spricht, dass er mich ansieht. Ich meine ich war wütend und traurig zugleich, enttäuscht war ich. Ich konnte schließlich seine Augen einfangen, seinen Blick einfangen. Dort tat sich Angst auf. Ich habe seine Angst gefühlt. Dann wurde mein Sichtfeld schwarz. Ich fühlte wie sein Blick auf meinen Körper fiel und ich spürte sein körperliches Verlangen und zugleich zutiefste Verachtung. Dann sah ich ihn wieder vor mir und er sah verändert aus. Weit aufgerissene Augen. Er hielt sich am Treppengeländer fest. Seine Hand schien zu Zittern, doch sie zitterte nicht. Sein ganzer Körper wackelte, doch er stand ganz still. Ich fühlte er kämpft mit sich selbst. Da tat er mir leid, ich bin gegangen ohne Klärung trotz meiner Enttäuschung und in meinem Rücken spürte ich seine Erleichterung. Diese Szene erscheint mir immer wieder. Wehmütig. Ich verstehe nicht, was das für eine Verachtung war. Seine von mir oder seine von sich oder meine von mir oder alles davon.
War ich da in ihm drinnen? Habe ich da sein Inneres gesehen? Oder war er doch nur ein Spiegel? Oder beides?
Was habe ich ihm da angetan?
Ich sehe ihn vor mir und ich mache mir selbst Vorwürfe. Zugleich fühle ich Dankbarkeit in mir für diese Erfahrung. Doch verstehen möchte ich es eben auch. War das real? War ich bei mir, bei ihm, oder woanders?
Kennt noch jemand hier solche Erlebnisse?
Herzliche Grüße Cornelia